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Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge

Abschnitt 9: Von Wildenthal nach Weitersglashütte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge
Abschnitt 9: Von Wildenthal nach Weitersglashütte

Wanderroute (ca. 6 km, ca. 2 Stunden):
Wildenthal – Amselpfad – Floßholzrechenweg – Tannenweg – Weitersglashütte

Naturbesonderheiten (Auswahl):
FFH-Gebiet „Tal der Großen Bockau“
FFH-Gebiet „Erzgebirgskamm am Großen Kranichsee“
Vogelschutzgebiet „Westerzgebirge“
Naturschutzgebiet „Großer Kranichsee“
Flächennaturdenkmal „Wiese am Friedhof“ in Wildenthal
Flächennaturdenkmal „Kirchwiese Carlsfeld“
Flächennaturdenkmal „Dorfstichwiese“ in Carlsfeld
Flächennaturdenkmal „Moorhang Carlsfeld“

Themenwege:
Themenweg 8: „Rund um Wildenthal. Ein Dorf am Fuße des Auersberges.“ (Startpunkt am Parkplatz am Ortsende von Wildenthal)
Themenweg 9: „Am Erzgebirgskamm bei Carlsfeld. Von ‚wilden Hühnern‘ und anderen Merkwürdigkeiten.“ (Startpunkt am Parkplatz am Ortsausgang von Weitersglashütte)

Sehenswertes (Auswahl):
Wildenthal
Talsperre Weiterswiese
Trinitatiskirche Carlsfeld

Einkehr/Übernachtung: (Auswahl):
Hotel zum Kranichsee, Eibenstock OT Weitersglashütte (hotel-kranichsee.de)
Gasthaus und Pension Talsperre, Eibenstock OT Carlsfeld (gasthaus-talsperre.de)
Gasthaus und Pension „Zum Hirschkopf“, Eibenstock OT Carlsfeld (carlsfeld.com/hirschkopf)

Rückweg (ca. 9 km, ca. 3 Stunden):
Weitersglashütte – Frühbusser Straße – Waldschenke – Ellbogenweg – Wildenthal

Karte Abschnitt 9

Wegbeschreibung

Wir gehen an der Kreuzung der beiden Staatsstraßen S272 und S276 reichlich 200 Meter die S272 nach Carlsfeld entlang und zweigen dann links auf den Amselweg ab, der uns am Waldrand entlang führt und schöne Ausblicke auf die Bergwiesen des

Wildenthal

oberen Teils von Wildenthal gestattet. Er führt uns dann in den Wald und an der nächsten Wegkreuzung halten wir uns rechts. Erneut an einer Wegkreuzung angelangt, gehen wir geradeaus weiter und der Floßholzrechenweg, auf dem wir uns jetzt befinden, führt uns wieder fast zur S276. Kurz davor biegen wir links auf den Tannenweg ab (markiert als E3 mit dem blauen waagerechten Strich). Der E3 führt uns bis an den Parkplatz am oberen Ortseingang von Weitersglashütte, unserem Wanderziel.

Beschreibung Rückweg

Wir laufen auf der Hauptstraße den Ort Weitersglashütte hinunter und dann weiter auf dieser durch den Wald, bis wir auf die uns schon bekannte S276 stoßen. Auf der geht es etwa 400 m entlang, ehe endlich der mit dem grünen Schrägstrich markierte Bergbaulehrpfad nach links abzweigt, dem wir folgen, nach etwa 500 m aber schon wieder verlassen, weil wir nach rechts die Frühbusser Straße entlang gehen, die uns immer durch den Wald bis zur Waldschenke führt. Dort sollten wir die schönen

Blick zum Steinberg

Ausblicke nach Norden genießen, nach Eibenstock, Burkhardtsgrün und den dahinter liegenden Steinberg, denn es geht dann auf dem mit dem grünen waagerechten Strich markierten Ellbogenweg, benannt nach dem fast 900 m hohen Hügel, an dem er entlang führt, gleich wieder in den Wald zurück. Der Weg führt uns in ziemlich gerader Linie bis nach Wildenthal, dem Ziel unserer Wanderung.

Besonderheiten

Ebereschen / "Kampfbäume"

Auch hier oben, fast schon auf dem Kamm, auf der Frühbusser Straße zwischen Weitersglashütte und Grenze, treffen wir sie an, stehen sie am Wegrand, bilden sogar eine Art Spalier, sorgen für willkommene Abwechslung zu diesen monotonen Fichtenforsten links und rechts des Weges. Jede dieser Ebereschen ist ein Individuum für sich, keine gleicht der anderen, ein einmaliges Exemplar folgt dem nächsten und so wird der Gang auf diesem Weg auch ein wenig zum „Lehrgang“ über die Formenvielfalt und, schaut man etwas genauer hin, auch über den „Lebensraum Eberesche“. Denn nicht nur Form und Gestalt der einzelnen Bäume sind der Betrachtung wert, sondern auch die Pflanzen- und Tierwelt, die sich diesen Baum zur Heimstatt erkoren hat.

Eberesche

Geheimnisvolle Erscheinungen, den meisten von uns unbekannt, namenlos und zugleich unendlich schön, blicken uns in gedeckten Farben entgegen: Moose, Pilze und Flechten.
Auch diese Ebereschen kann man guten Gewissens als „Kampfbäume“ bezeichnen, auch wenn sie einen gewissen Schutz durch den umliegenden Wald genießen, haben sie es nicht einfach hier oben, das sieht man ihnen unschwer an. Den Begriff haben wir schon früher einmal in einer Veröffentlichung verwendet für all die eigenwilligen Baumgestalten in der freien Feldflur und an Straßen und Wegen, deren Leben ein einziger Kampf mit den Unbilden der Natur war und ist, mit tosenden Winden und klirrend kalten Nächten und mit der Einsamkeit; die nicht geschützt stehen wie ihre Brüder im Wald, sondern einzeln oder in zerstreuten Gruppen, nur auf sich gestellt. Ähnlich wie bei Menschen, die ihr Leben lang schwer schuften mussten, sind sie erkennbar an ihrer zerfurchten Haut mit vielen Narben und an ihrer krummen Gestalt. Wirkliche Individuen, jeder von ihnen ein Unikat. Also gehen Sie nicht achtlos vorüber, sondern erweisen Sie ihnen die Ehre, bewundern Sie ihre Kraft, ihre Ausdauer und ihre Schönheit. Mehr als mancher Ordensträger unter der menschlichen Spezies haben sie dies verdient. Lauschen Sie ihren Geschichten, denn sie haben viel zu erzählen und tun das mit Freude, wenn ihnen endlich mal einer Gesellschaft leistet und zuhört. Ihr Alter ist oft höher, als es ihrer Größe nach scheinen mag, sie haben viel gehört und viel gesehen. Und hoffen Sie mit uns, dass keiner auf die dumme Idee kommt, die Säge anzusetzen, aus welchen Gründen auch immer. Meist ist es die Eberesche, die sich durch besonders kuriose Exemplare hervortut, aber auch andere Baumarten wie Bergahorn, Buche und Obstbäume überraschen uns durch besonders bemerkenswerte Gestalten.
Und wenn Sie auf Wanderungen im Erzgebirge ständig auf Leute treffen, die vor Bäumen stehen und ihren Hut ziehen oder mit dem Kopftuch winken, dann wundern Sie sich nicht, dieser Wanderführer ist weit verbreitet und hat seine Wirkung offensichtlich nicht verfehlt.

Eberesche

Eberesche