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Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge

Abschnitt 11: Von Steinbach nach Breitenbrunn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge
Abschnitt 11: Von Steinbach nach Breitenbrunn

Wanderroute (ca. 13 km, ca. 4 Stunden):
Steinbach – Sosaer Straße – Riesenberger Häuser – Rote Grube – Steinheidel – Erlabrunn – Rabenberg – Wettiner Platz – Breitenbrunn

Naturbesonderheiten (Auswahl):
FFH-Gebiet „Mittelgebirgslandschaft bei Johanngeorgenstadt“
FFH-Gebiet „Schwarzwassertal und Burkhardtswald“
FFH-Gebiet „Wiesen um Halbmeil und Breitenbrunn“
Naturschutzgebiet „Halbmeiler Wiesen“
Flächennaturdenkmal „Wiese Riesenberger Häuser“
Flächennaturdenkmal „Wiese Rote Grube“
Flächennaturdenkmal „Adner Raum“

Themenwege:
Themenweg 11: „Steinbach und Umgebung. Ein Hauch von ‚Wildnis‘.“ (Startpunkt am Parkplatz gegenüber der Pension und Gaststätte Steinbach)
Themenweg 12: „Naturlehrpfad Klughausgrund in Breitenbrunn. Von Hecken, Mauern, Rainen und Co.“ (Startpunkt am Parkplatz an der Gemeindeverwaltung Breitenbrunn)

Sehenswertes (Auswahl):
Steinheidel
Breitenbrunn
Jagdschlossruine Breitenbrunn

Einkehr/Übernachtung (Auswahl):
Waldgaststätte und Herberge Naturfreundehaus „Rote Grube“, Eibenstock, OT Sosa (rote-grube.de)
Gasthof und Pension „Staahaadler Aff“, Breitenbrunn OT Steinheidel (staahaadler-aff.de)
Hotel Alte Schleiferei. Breitenbrunn OT Erlabrunn (hotel-alte-schleiferei.de)
Adners Gasthof und Hotel, Breitenbrunn (adners.de)
Hotel und Landgasthof „Grüner Baum“, Breitenbrunn (gruenerbaum.org)
Sportpark Rabenberg, Breitenbrunn (sportpark-rabenberg.de)

Rückweg (ca. 11,5 km, ca. 3,5 Stunden):
Breitenbrunn – Trinktrögelweg – Oberdorfer Flügel – Seifenbachweg – Schwarzwasser – Külliggut – Johanngeorgenstadt Neustadt – Steinbach

Karte Abschnitt 11

Wegbeschreibung

Wir laufen in Steinbach die Sosaer Straße hinauf in Richtung Riesenberger Häuser und treffen auf den Wanderweg mit dem roten waagerechten Strich, der uns jetzt einige Zeit begleiten wird. Nachdem wir die Riesenberger Häuser erreicht haben, biegen wir nach rechts ab und laufen direkt durch das Flächennaturdenkmal „Wiese Riesenberger Häuer“, einem interessanten Offenlandbereich mit Grünlandgesellschaften unterschiedlicher Ausprägung. Dann geht es weiter durch den Wald zum nächsten Flächennaturdenkmal „Wiese Rote Grube“, das nicht weniger interessant ist.

Rote Grube Sosa

Überhaupt sind die kleinen Waldwiesen im Erzgebirge oft wahre Kleinode, weil wegen deren Abgelegenheit die intensive Bewirtschaftung keinen Einzug gehalten hat. So oder so ähnlich sah noch vor wenigen Jahrzehnten das Grünland im ganzen Gebirge aus. Wir sollten uns also Zeit lassen und dem Staunen angemessenen Raum geben. Wir setzen dann unsere Wanderung auf dem Weg mit dem roten waagerechten Strich fort. An der nächsten Wegkreuzung gehen wir rechts, hier tritt die gelbe waagerechte Markierung auf, der wir jetzt bis Erlabrunn hinunter folgen. Dabei kommen wir als nächstes nach Steinheidel, einem wunderbaren Ort im Schwarzwassertal, der durch

Steinheidel

seine steilen Wiesenhänge und die berauschenden Fernblicke auf Breitenbrunn und weite Teile des westlichen Erzgebirges begeistert. Auf eine weitere weithin bekannte Attraktion, die etwas unterhalb des Wanderweges liegt, sei noch hingewiesen, die Gaststätte „Staahaadler Aff“, benannt nach einem seit 1907 Mandoline spielenden Affen. Keinem lebenden natürlich, das wäre gar zu kurios, aber auch dieses Mandolinenorchestrion bringt einen zum Staunen durch seine Langlebigkeit und seinen Klang. Wir erreichen nach steilem Abstieg dann Erlabrunn und orientieren uns jetzt am Wanderweg mit dem blauen waagerechten Strich, der uns zuerst nach Rabenberg und dann nach Breitenbrunn führt. Dazu gehen wir in Erlabrunn den Graupnerweg hinunter, überqueren die S272 nach Johanngeorgenstadt und das Schwarzwasser und gehen nach rechts auf dem Heuschuppenweg das Schwarzwassertal hinauf, das stellenweise noch von wertvollen Wiesen gesäumt wird, die zum FFH-Gebiet „Schwarwassertal und Burkhardtswald“ gehören. Bald erreichen wir bei Rabenberg mitten im Wald eine weitere der unersetzlichen Waldwiesen. Über den Rabenbergweg geht es nun zum Wettinplatz am Ortsrand von Breitenbrunn. Von hier aus sowie auf dem folgenden Wegabschnitt durch die Feldflur haben wir schöne Aussichten auf den Ort und seine weitläufigen Bergwiesen. Bald haben wir den Ort dann auch erreicht.
Hinweisen möchten wir an dieser Stelle noch auf die Halbmeile, die ihren Namen daher trägt, weil sie eine halbe sächsische Meile, also knappe 5 km, von Breitenbrunn entfernt liegt. Diese Rodungsinsel mit dem Naturschutzgebiet „Halbmeiler Wiesen“ lässt nach Bewältigung dieser sächsischen Meile keine Reue aufkommen. Schon die Ruhe, die man dort in der Regel erlebt, ist Gold wert.

Beschreibung Rückweg

Etwa 100 m nach der Bäckerei Lang zweigen wir von der Hauptstraße (S272) ab und gehen in Richtung Berggut, dem einzeln stehenden Gehöft, das wir mitten in der

Breitenbrunn

Feldflur vor uns sehen. Wir überqueren den Großen Ortsbach, einen in weiten Teilen noch recht naturnahen, gut erhaltenen Bach, passieren dann das Berggut und kommen nach einiger Zeit an den Waldbeginn, wo wir auf den Tränktrögelweg (grüner waagerechter Strich) treffen, dem wir folgen. Es geht dann geradeaus weiter auf dem Oberdorfer Flügel (gleiche Markierung), bis wir auf den Seifenweg treffen, den wir entlang des Seifenbachs nach rechts hinunter in Richtung Schwarzwasser wandern. Wir überqueren dann das Schwarzwasser, kommen an die Fahrstraße S272, der wir nach links etwa 200 m das Tal entlang und dann noch etwa einen Kilometer den Berg hinauf folgen, bis wir endlich nach rechts auf den Weg in Richtung Külliggut abbiegen können, an dem wir dann auch bald vorbeikommen. An der nächsten Wegkreuzung halten wir uns links und stoßen nach 500 m an den Wanderweg zur Kellerschleiferei (gelber waagerechter Strich). Der Kanzelstein, ein imposantes Felsgebilde, liegt nur einen Steinwurf entfernt. Unsere Wanderung führt dann auf dem Weg mit dem gelben waagerechten Strich weiter in Richtung Johanngeorgenstadt-Neustadt. Vom Waldrand aus, am oberen Rand des Skigebietes von Johanngeorgenstadt, haben wir eine gute Aussicht auf das Rabenberggebiet und den Plattenberg, aber auch die weiter entfernten Berge Fichtelberg und Keilberg. Wir trennen uns dann vom gelb markierten Weg, der nach links nach Johanngeorgenstadt weiterläuft. Wir wandern aber geradeaus weiter die Straßen Zum Kanzelstein und Am Schimmelfelsen entlang und kommen auch an der gleichnamigen Felsformation vorbei. Wir stoßen dann auf den mit grünem Schrägstrich markierten Berbaulehrpfad, dem wir in Richtung Steinbach folgen. An der Schimmelwiese gehen wir an dem einzeln stehenden Haus links den Berg hinauf und haben Steinbach nach wenigen Metern erreicht.

Besonderheiten

Naturschutzgebiet "Halbmeiler Wiesen"

Halbmeiler Wiesen

„Erst das Schweigen tut das Ohr auf für den inneren Ton in den Dingen, in Tier und Baum und Berg und Wolke.“
Romano Guardini (1885-1968)

Die Halbmeile ist schon etwas ganz Besonderes. Die abgeschiedene Lage und das raue Klima ließen auf der etwa 60 Hektar großen Rodungsinsel immer nur eine extensive Nutzung zu. Dadurch entstand ein sehr wertvolles, vielfältiges Gebiet. Es wird von der Staatsgrenze direkt durchschnitten, aber es ist unschwer zu erkennen, dass es sich um einen einheitlichen Naturraum handelt, dass die Natur, die Tiere, die Pflanzen, keine Staatsgrenzen kennen.
Die zunehmende Aufgabe der Nutzung, vor allem im tschechischen Teil, führte zu Verschlechterungen in der Naturausstattung und war der Grund für eines der ersten grenzübergreifenden Landschaftspflegeprojekte, das seit 1995 vom Landschaftspflegeverband „Westerzgebirge“ mit Hilfe tschechischer Partner und mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Sachsen durchgeführt wurde. Dies hat sich sehr positiv ausgewirkt, überzeugen Sie sich selbst. Mittlerweile wird die tschechische Seite schon seit einigen Jahren eigenständig genutzt, aber zurzeit leider nur noch die maschinengängigen Bereiche.
Das 17,5 ha große NSG auf deutscher Seite, das 1987 unter Schutz gestellt wurde, ist Bestandteil des FFH-Gebietes „Wiesen um Halbmeil und Breitenbrunn“, der tschechische Teil gehört zum östlichen Teil des FFH-Gebietes „Krušnohorské plató/Erzgebirgsplateau“.

Halbmeiler Wiesen