Banner

Aktuelles | Veranstaltungen | Natur(a) im Erzgebirge | Natur(a)-Erlebnisweg | Themenwege | Ausstellung | Über diese Seite

Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge

Abschnitt 13: Von Schwarzenberg nach Elterlein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge
Abschnitt 13: Von Schwarzenberg nach Elterlein

Wanderroute (ca. 12 km, ca. 3,5 Stunden):
Schwarzenberg Zentrum – Wildenau – Graulsteig – Waschleithe – Natur- und Wildpark – Elterlein Zentrum

Naturbesonderheiten (Auswahl):
FFH-Gebiet „Moore und Mittelgebirgslandschaft bei Elterlein“
Vogelschutzgebiet „Geyersche Platte“
Naturschutzgebiet „Hermannsdorfer Wiesen“
Landschaftsschutzgebiet „Oswaldtal“

Themenwege:
Themenweg 15: „Zwischen Elterlein und Geyer. Von wertvollen Lebensräumen und deren Bewohnern.“ (Startpunkt Marktplatz von Elterlein)

Sehenswertes (Auswahl):
St. Oswaldskirche oder „Dudelskirche“ in Waschleithe
Heimateck Waschleithe
Natur- und Wildpark Waschleithe

Einkehr/Übernachtung (Auswahl):
Hotel und Restaurant Köhlerhütte-Fürstenbrunn, Grünhain-Beierfeld OT Waschleithe (www.koehlerhuette.com)
Berggasthof Haus Fürstenberg, Grünhain-Beierfeld OT Waschleithe (berggasthof-haus-fuerstenberg.de)
Landhotel und Gasthof Osterlamm, Grünhein-Beierfeld OT Waschleithe (hotel-osterlamm.de)
Hotel „Am Schatzenstein“, Elterlein (hotel-am-schatzenstein.de)
Landhotel Bergkristall, Elterlein (hotel-bergkristall.de)

Rückweg (ca. 10 km, ca. 3 Stunden):
Elterlein Zentrum – Schwarzbach – Emmlerweg – Wildenau – Schwarzenberg Zentrum

Karte Abschnitt 13

Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Wanderung im Zentrum an der Stadtinformation, gehen in Richtung Eibenstocker Straße (S274), überqueren diese und gehen dann den Rösselberg hinauf. Wir stoßen auf den Hammerweg, dem wir nach links in Richtung Schwarzwasser folgen. Uns begleitet der blaue waagerechte Strich als Kennzeichen für den Fernwanderweg E3. Wir überqueren die Karlsbader Straße (S272) und kommen am Finanzamt vorbei. Dahinter überqueren wir das Schwarzwasser und laufen die Alte Annaberger Straße entlang. Dann geht es nach links über die Alte Heerstraße ins Tal der Großen Mittweida, Wir überqueren die B101 und gehen den Wildenauer Weg entlang, passieren die Große Mittweida, halten uns rechts und sind auf der Straße Am Schloßwald angekommen. Hier zweigt dann links der Graulsteig ab, dem wir jetzt folgen. Wir befinden uns auf dem Fernwanderweg Eisenach-Budapest (EB, roter waagerechter Strich), auf dem wir bis über Waschleithe hinaus wandern werden. Es geht durch das äußerst attraktive Landschaftsschutzgebiet „Oswaldtal“ mit dem

Oswaldbach

gleichnamigen naturnahen Bach und wir kommen an einigen Traditionsstätten des alten Bergbaus und vielen anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Vom Graulsteig aus, der auf der linken Wegseite von schönen Gehölzen begleitet wird, haben wir gute Sicht auf verschiedene Ortsteile von Schwarzenberg und deren Umgebung. Wir kommen dann in den Wald und bald an das alte Huthaus „Gottes Geschick“. Kurz danach führt uns dann unsere Wanderung nach links weiter. Es geht auf dem Fürstenbergweg zuerst durch den Wald und dann durch die Feldflur. Wir überschreiten den Oswaldbach, von dessen Schönheit man nur begeistert sein kann und deshalb eine kleine Rast einlegen sollten, um sie möglichst lange zu genießen. Bald erreichen wir dann wieder den Wald und unser Weg führt uns am Hotel Köhlerhütte-Fürstenbrunn vorbei nach rechts auf den Weg Am Fürstenberg. Kurz vor Erreichen der Fahrstraße K9113 zweigen wir nach links ab und gehen die Alte Straße hinauf durch den wirklich sehr sehenswerten Ort Waschleithe. Die Alte Straße wird dann durch die Hinterdorfer Straße abgelöst, dann geht es noch ein Stück durch den Wald und wir landen schließlich am Landhotel und Gasthof Osterlamm. Wir gehen nun das Dorf wieder hinunter, benutzen dazu die Straße Mühlberg und kommen auch gleich an den Natur- und Wildpark Waschleithe, den wir uns als Natur- und Tierfreunde nicht entgehen lassen sollten. Von dort zurückgekehrt geht es weiter dorfabwärts. Am Dorfende führt uns der Fernwanderweg EB in die Feldflur und dann an ein Waldstück, an dessen Ende wir uns schweren Herzens von ihm trennen müssen, denn seine Ambitionen gehen in Richtung Schwarzbach. Wir wollen aber nach Elterlein und so ist die Scheidung unumgänglich. Wir biegen nach links ab und nach 100 m geht es gleich wieder nach rechts und über die Plattenstraße und die Bahnstraße direkt ins Zentrum von Elterlein.

Beschreibung Rückweg

Wir beginnen unsere Wanderung im Zentrum von Elterlein. Vom Markt aus gehen wir ein kleines Stück die Schwarzenberger Straße (S269) hinunter und wechseln dann rechts auf die Ernst-Thälmann-Straße, die dann in den Schwarzbacher Weg übergeht und damit ist das erste Etappenziel unserer Wanderung auch schon bezeichnet, nämlich Schwarzbach, das im Grunde genommen fast nahtlos in Elterlein übergeht. Wir halten uns auch bei der Wanderung durch Schwarzbach an den gelben waagerechten Strich als Markierung. Wir kommen an der schönen Dorfkirche vorbei und halten uns am Ortsausgang von Schwarzbach weiter an den Wanderweg mit der gelben Markierung, der hier von der Fahrstraße nach links abzweigt. Nachdem wir ein kleines Stück Feldflur, ein Waldstück und noch 200 m Felder durchquert haben, stoßen wir direkt auf dem mit dem grünen waagerechten Strich markierten Emmlerweg, dem wir nach rechts folgen und der uns auf direktem Weg zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, nach Schwarzenberg führt. Aber bis dorthin ist es noch ein Stück, aber diese zwei Kilometer werden nie langweilig, denn der Emmlerweg hat ständig mit interessanten Ausblicken aufzuwarten, auf Markersbach mit Pumpspeicherwerk und Bahnviadukt, auf das weitgestreckte Raschau im Tal der Großen Mittweida, auf Grünstädtel und das sich von dort zum Fichtelberg hinaufziehende Pöhlwassertal und so weiter und so weiter. Im Schwarzenberger Ortsteil Wildenau angekommen, führt uns der Emmlerweg direkt an die Elterleiner Straße (S269), der wir nach links folgen, die B101 überqueren und den direkt dort anschließenden Wildenauer Kirchsteig nutzen, um zur Alten Heerstraße zu gelangen. Hier vereinigen sich Hin- und Rückweg und wir haben das Ziel unserer Wanderung bald erreicht.

Besonderheiten

Natur- und Wildpark Waschleithe

„Willst du einmal Rotwild sehn,
dann musst du in den Wildpark gehn.“
Verfasser unbekannt

Wildpark Waschleithe

Solche Verschen a la Wilhelm Busch oder Heinz Erhardt sind leider bei uns eher nicht zum Lachen sondern zum Weinen geeignet, denn es ist die bittere Wahrheit: In freier Wildbahn, wie man so schön sagt, bekommt man den König des Waldes, den Rothirsch, nicht mehr zu Gesicht. Selbst auf dem Kamm unseres schönen Gebirges ist, zumindest auf sächsischer Seite, sein lautes Röhren bei der Damenwahl kaum mehr zu hören. Und das nicht etwa, weil er vollgefressen oder sturzbesoffen den lieben langen Tag lang in irgendeiner Ecke liegt, sondern weil er bis auf einige versprengte Grüppchen und einige Einzelkämpfer dem Trommelfeuer der Jagbüchsen zum Opfer gefallen ist. Er wurde nämlich als ärgster Feind des Waldes ausgemacht, er bringt den Waldumbau und damit die Rettung des Weltklimas in Gefahr. Und so ist der einzig noch verbliebene Großsäuger unserer Wälder wie seit Jahrhunderten auch heute noch der Spielball der menschlichen Interessen, mal wird er aufgepäppelt, mal wird er zusammengeschossen, mal ist er die wertvolle Trophäe, mal ist er der fiese Waldschädling, je nachdem woher der Wind gerade am stärksten weht. Eine unendliche Tragödie, ein Ende ist nicht in Sicht.
Nun kann die Begegnung mit dem Tier in einem Tier- oder Wildpark den in freier Natur nicht ersetzen, es sind im Grunde genommen zwei verschiedene Welten. Aber man bekommt auf jeden Fall einen Eindruck davon, was für interessante Geschöpfe es sind und eine Ahnung davon, wie sehr sie unseren Respekt verdient haben. Man gibt sich sehr viel Mühe in dieser kleinen aber feinen Anlage im wunderschönen Oswaldtal und man kommt dort unseren tierischen Mitbewohnern so nahe wie selten. Ein Besuch, bei dem Sie sich Zeit lassen sollten, lohnt sich allemal. Und nicht nur Wildtiere, auch Nutztiere bekommt man zu Gesicht und auch das ist ja keine Selbstverständlichkeit mehr in unseren Städten und Dörfern. Die lila Kuh lässt grüßen.

Wildpark Waschleithe