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Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge

Abschnitt 14: Von Elterlein nach Bernsbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge
Abschnitt 14: Von Elterlein nach Bernsbach

Wanderroute (ca. 10,5 km, ca. 3 Stunden):
Elterlein Zentrum – Prinz-Friedrich-August-Höhe – Osterlamm Waschleithe – Grünhain – Spiegelwald – Bernsbach Zentrum

Naturbesonderheiten (Auswahl):
FFH-Gebiet „Moore und Mittelgebirgslandschaft bei Elterlein“
FFH-Gebiet „Kuttenbach, Moosheide, Vordere Aue“
Naturschutzgebiet „Hermannsdorfer Wiesen“
Landschaftsschutzgebiet „Oswaldtal“
Flächennaturdenkmal „Waldwiese im Oswaldtal“
Flächennaturdenkmal „Waldwiese am Viertelsteig“
Flächennaturdenkmal „Klosterwald“ in Grünhain

Themenwege:
Themenweg 15: „Zwischen Elterlein und Geyer. Von wertvollen Lebensräumen und deren Bewohnern.“ (Startpunkt Marktplatz von Elterlein)

Sehenswertes (Auswahl):
Grünhain
König-Albert-Turm mit Informationszentrum „Multimediale Kulturlandschaft“

Einkehr/Übernachtung (Auswahl):
Gasthaus und Pension „Alte Klosterschmiede“, Grünhain-Beierfeld OT Grünhain (alte-klosterschmiede.de)
Landgasthof „Zum Bären“, Lauter-Bernsbach OT Bernsbach (landgasthof-zum-baeren.de)
Gasthof und Pension „Bahnschlösschen“, Lauter-Bernsbach OT Bernsbach

Rückweg (ca. 11 km, ca. 3 Stunden):
Bernsbach Zentrum – Moosheide – Schatzenstein – Elterlein Zentrum

Karte Abschnitt 14

Wegbeschreibung

Kirche Elterlein

Wir beginnen unsere Wanderung im Zentrum von Elterlein und orientieren uns bis nach Waschleithe an der Markierung mit dem gelben waagerechten Strich. Wir gehen vom Marktplatz aus die Stadt hinauf, erst die Rudolf-Breitscheid-Straße, dann die Grünhainer Straße entlang. Etwa 100 m vor Erreichen des Waldes biegen wir links ab und kommen an die Friedrich-August-Höhe, von der aus wir einen wunderbaren Panoramablick auf den Ort und die ihn umgebende Hochebene haben. Im Hintergrund sehen wir den Pöhlberg, den Bärenstein, den Scheibenberg, den Fichtelberg und das Oberbecken des Pumpspeicherwerks Markersbach. Wir laufen jetzt immer am Waldrand entlang. Kurz nach Beginn des Waldes gehen wir nach links und nach 100 m nach rechts durch den Wald in Richtung Waschleithe. Wir kommen an das Flächennaturdenkmal „Waldwiese im Oswaldtal“, eine wertvolle Bergwiese mit vielen geschützten Arten wie der Arnika. In unmittelbarer Nähe auf der anderen Seite der Talstraße liegt ein weiteres kleines Flächennaturdenkmal: „Waldwiese am Viertelsteig“. Wir überqueren den Oswaldbach und kommen an die Talstraße (K9113), die wir etwa 300 m hinabgehen, immer begleitet von dem angenehmen Rauschen des Baches und dem schönen Anblick der ihn umgebenden Wiesen. Am Osterlamm zweigt der Röhrenweg (grüner waagerechter Strich) ab, der uns in Richtung Grünhain führt, zuerst durch den Wald und dann am Waldrand entlang, von wo aus man sich schon einen ersten Eindruck von Grünhain und seiner Umgebung verschaffen kann. Unser Weg führt nicht ganz ins Zentrum von Grünhain. Wenn Sie aber noch etwas Zeit übrig haben, statten Sie dem Ort ruhig einen längeren Besuch ab, er gehört zu den

Grünhain

ältesten und geschichtsträchtigsten Orten des Erzgebirges. Am Ende des Röhrenweges stoßen wir auf die Schwarzenberger Straße (S270), der wir etwa 50 m nach links folgen, ehe wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Fürstenbrunner Straße hinaufgehen und dabei die Fahrstraße S270 mehrmals überqueren. Die Fürstenbrunner Straße geht über in den Raschauer Weg (roter waagerechter Strich). An einer Kleingartenanlage biegen wir nach links ab (gelber waagerechter Strich), laufen am Waldrand entlang und kommen erneut an die Fahrstraße S270, der wir 100 m nach links folgen, ehe wir nach rechts auf den Weg (gelber waagerechter Strich) abzweigen, der uns zum König-Albert-Turm und zur Spiegelwaldbaude führt. Aber schon auf dem Weg dahin bekommen wir

Blick von Bernsbach aus

einenVorgeschmack davon, warum man diese Gegend als „Balkon des Erzgebirges“ betitelt hat. Den Ausblick vom Turm, so umfassend wie selten, kann man guten Gewissens als grandios und einmalig bezeichnen. Das neue Informationszentrum „Multimediale Kulturlandschaft“ im Turm bietet interessante Möglichkeiten, sich über das Erzgebirge und das Böhmische Mittelgebirge kundig zu machen. Wenn wir uns ausreichend umgeschaut und informiert haben, setzen wir unseren Weg in Richtung Bernsbach fort. Wir erreichen bald das Ende des Waldes und laufen durch die Feldflur. Nach 100 m erreichen wir die nächste Wegkreuzung und halten uns links. Wir kommen an die ObereViehtrift, laufen dann noch ein Stück die Grünhainer Straße bergab und haben das Zentrum von Bernsbach mit dem Dorfplatz, der Kirche und dem Rathaus erreicht.

Beschreibung Rückweg

Unser Rückweg führt uns vom Dorfplatz aus die Grünhainer Straße hinauf. Kurz nach dem Ende der Bebauung stoßen wir wieder auf den Wanderweg mit dem gelben waagerechten Strich, dem wir nach links folgen. Wir überqueren die Fahrstraße S222 zwischen Bernsbach und Grünhain und kommen kurz darauf in den Wald, der uns nun für lange Zeit begleiten wird, erst auf dem Pflanzgartenweg und dann auf dem Moosweg, dessen Umfeld, ganz dem Namen gemäß, auch recht bald sehr nass und sumpfig wird. Es gehört zum FFH-Gebiet „Kuttenbach, Moosheide und Vordere Aue“. Wir kommen dann an die Fahrstraße S270 zwischen Grünhain und Zwönitz, gehen hier 500 m nach links in Richtung Zwönitz und gelangen an die Gaststätte Moosheide. Es geht dann noch 50 m weiter entlang der Straße, ehe wir auf der anderen Straßenseite nach rechts gemäß der gelben Markierung auf dem Dreierweg weiter in Richtung Schatzenstein laufen. Auf dessen Gipfel finden wir eine Gedenktafel für Max Schreyer (1845-1922), der von 1887 bis 1893 als Oberförster in Grünhain tätig war. Er war seiner Heimat sehr verbunden und als Dichter des Liedes „Dar Vuglbärbaam“ wird er wohl unvergessen bleiben. Wir folgen weiter dem gelben waagerechten Strich in Richtung Elterlein und erreichen den Pflanzgartenweg, von dem wir aber gleich wieder nach links abzweigen, um uns einen längeren Weg auf der Fahrstraße S222 zu ersparen. Wir durchqueren dann ein Stück Feldflur, von wo aus wir noch einmal schöne Ausblicke auf die Elterleiner Hochebene genießen können, laufen dann den Fohlengartenweg entlang, ehe wir auf die S222 von Grünhain nach Elterlein stoßen, auf der wir noch etwa 500 m zu laufen haben, ehe wir im Zentrum von Elterlein angelangt sind.

Besonderheiten

FFH-Gebiet "Kuttenbach, Moosheide und Vordere Aue"

Das FFH-Gebiet setzt sich, wie der Name schon verrät, aus drei Teilbereichen zusammen:
Das Kuttenbachgebiet zwischen Lößnitz und Bernsbach mit dem 50 Hektar großen NSG „Kuttenbach“ wird vom namengebenden naturnahen Mittelgebirgsbach geprägt, der im NSG entspringt und ihm mit naturnahen Uferbereichen, Hochstaudenfluren und Nasswiesen seinen Stempel aufdrückt. Äußerst wertvolle Frischwiesen, Bergwiesen, Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden prägen die Offenlandbereiche: den Bernsbacher Raum und die sogenannte Sonntagswiese. Und sie können sich sicher gut vorstellen, dass dort zur Blütezeit ein mannigfaltiges Insektenleben herrscht, Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge, Libellen etc. geben sich sozusagen die Klinke in die Hand und das nicht nur am Sonntag. Bei den Waldbereichen handelt es sich zumeist um monotone Fichtenforste, die aber langfristig in Bergmischwälder umgewandelt werden sollen.
Die Moosheide liegt nördlich von Grünhain und was man sich vom Namen her vorstellt, das findet man dann auch, nämlich ein Gebiet, in dem man sich nasse Füße holen kann, mit Moorgesellschaften unterschiedlichster Art. Das „Moos“ dominiert, nicht nur in der Natur, auch in der Namensgebung. Es gibt den Moosbach, den Moosweg, selbst eine Gaststätte namens „Moosheide“ sucht man nicht vergebens.
Die Vordere Aue ist ein 46 Hektar großes Naturschutzgebiet in der Feldflur zwischen Lenkersdorf und Dittersdorf. Es stellt sozusagen eine kleine Oase in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft dar. Sehr wertvolle Bergwiesen, Frischwiesen und Feuchtwiesen prägen das Gebiet, aber natürlich auch die Fließgewässer (Vorderer Aubach, Hahnelbächel und Bachsangraben) mit ihrer Ufervegetation. Eingestreute Kleinteiche, Feld- und Einzelgehölze sorgen für weitere Vielfalt. Das Gebiet ist sehr artenreich, enthält zum Beispiel Vorkommen der Großen Sterndolde und der Herbstzeitlose.

Vordere Aue