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Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge

Abschnitt 15: Von Bernsbach nach Affalter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge
Abschnitt 15: Von Bernsbach nach Affalter

Wanderroute (ca. 10 km, ca. 2,5 Stunden):
Bernsbach Zentrum – Bernsbacher Raum – Lößnitzer Straße – Dittersdorf – Naturherberge Affalter

Naturbesonderheiten (Auswahl):
FFH-Gebiet „Kuttenbach, Moosheide, Vordere Aue“
Naturschutzgebiet „Kuttenbach“
Naturschutzgebiet „Vordere Aue“
Obstbaumallee Schwarzenberger Straße

Themenwege:
Themenweg 1: „Von Äpfeln, Bienen, Hummeln und viel Natur(a). Der Obst- und Insekten-Erlebnispfad Affalter.“ (Startpunkt an der Naturherberge Affalter)

Sehenswertes (Auswahl):
Dittersdorf, Lenkersdorf, Kühnhaide

Einkehr/Übernachtung (Auswahl):
Naturherberge Affalter (naturherberge.de), Lößnitz OT Affalter
Gaststätte und Pension „Neu-Friedrichsruh“, Lößnitz (neu-friedrichsruh.de)

Rückweg (ca. 12,5 km, ca. 3 Stunden):
Naturherberge Affalter – Lenkersdorf – Dittersdorf – Kühnhaide – Bernsbach Zentrum

Karte Abschnitt 15

Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Wanderung im Zentrum von Bernsbach. Vom Dorfplatz aus gehen wir die Grünhainer Straße hinauf. Kurz nach dem Ende der Bebauung stoßen wir wieder auf den Wanderweg mit dem gelben waagerechten Strich, dem wir nach links folgen. Wir erreichen die Fahrstraße S222 zwischen Bernsbach und Grünhain und gehen auf dieser etwa 400 m in Richtung Bernsbach, wo der sogenannte Raumweg nach rechts abzweigt und uns zum Bernsbacher Raum führt, ein Offenlandgebiet im Wald, das zum Naturschutzgebiet „Kuttenbach“ gehört. Nachdem wir ein kleines Wäldchen durchschritten haben, gehen wir geradeaus weiter noch wenige Meter durch die Felder und nehmen an der nächsten Wegkreuzung den mittleren Weg, auf dem wir sozusagen im Halbkreis um den Bernsbacher Raum gehen, ehe wir dann nach rechts abzweigen, um die Lößnitzer Straße zu erreichen (grüner waagerechter Strich), der wir nach links folgen. Es geht einige Zeit durch den Wald, dann am Waldrand entlang und durch die Feldflur, ehe wir auf die Schwarzenberger Straße treffen, die wir nach rechts hinabgehen und uns somit vom Wanderweg mit der grünen Markierung

Schwarzenberger Straße Dittersdorf

trennen. Die Schwarzenberger Straße ist auf beiden Seiten mit Obstbäumen bestanden, eine früher sehr häufige Form der wegbegleitenden Bepflanzung, die aber heute nur noch selten anzutreffen ist. Wir überqueren den Bahnübergang, erreichen dann Dittersdorf und gehen auf der Kühnhaider Straße nach links ein Stück durch den Ort, ehe nach rechts der Ziegelhüttenweg abzweigt, der mit prächtigen alten Laubbäumen bestanden ist. Am Ende überschreiten wir dann die Bahngleise und gehen rechter Hand auf der Lenkersdorfer Straße weiter. Nach einem knappen Kilometer haben wir den Abzweig zur Naturherberge Affalter erreicht, dem wir nach links folgen und bald das Ziel der Wanderung vor Augen haben.

Beschreibung Rückweg

Wir beginnen die Wanderung an der Naturherberge Affalter und laufen bis zur Lenkersdorfer Straße hinauf, der wir nach links folgen. Kurz nach dem Ortseingang von Lenkersdorf biegen wir nach rechts auf den Dittersdorfer Weg ein, überschreiten die Hintere Aue, einen noch recht naturnahen Bach mit schönem Uferbewuchs, queren die Bahn und laufen jetzt durch die sehr abwechslungsreiche Feldflur zwischen der Vorderen und Hinteren Aue mit vielen Feldgehölzen, Hecken und Baumreihen. Wir kommen an einer Stallanlage vorbei. Linker Hand sehen wir den Vorderen Aubach liegen, hier beginnt das Naturschutzgebiet „Vordere Aue“. Wir erreichen unmittelbar danach die Kühnhaider Straße, gehen etwa 50 m nach links auf ihr entlang und biegen dann nach rechts auf den Grünhainer Weg ab, auf dem wir das hübsche, bäuerlich

Dittersdorf

geprägte Waldhufendorf Dittersdorf durchwandern. Am Ortsende gehen wir weiter geradeaus, erst noch ein Stück durch Felder, dann am Waldrand entlang, an dessen Ende wir auf den Scheibenberger Bahn genannten Weg treffen, dem wir nach links folgen. Am übernächsten Wegabzweig biegen wir nach rechts ab und gehen in den oberen Teil von Kühnhaide hinein. Auf der Hauptstraße, der Thomas-Müntzer-Straße, angekommen, wandern wir weiter nach rechts das Dorf hinauf. Wir folgen jetzt geraume Zeit der roten Markierung. In der Feldflur und am Waldrand haben wir noch einmal schöne Ausblicke auf den Ort und das dahinter liegende Städtchen Zwönitz, zu dem Kühnhaide gehört. Über den Kühnhaider Steig kommen wir an die Lößnitzer Straße, der wir nach links etwa 600 m folgen. Hier trennen wir uns von der roten Markierung und laufen den mit gelbem waagerechtem Strich markierten Pflanzgartenweg in Richtung Spiegelwald entlang, der uns an den Waldrand und die Fahrstraße nach Grünhain (S222) führt. Von hier ab deckt sich der Rückweg mit dem Hinweg und das Ziel unserer Wanderung ist greifbar nahe.

Besonderheiten

Naturherberge Affalter

„Die kleinsten Insecten sind auch ein betrachtenswürdiger Gegenstand im Gebürge. Der verächtlichste Wurm preiset durch seinen regelmäßigen Bau den Schöpfer, welcher seine Grösse auch im Kleinen beweiset. Der buntfarbige Schmetterling, wie sehr beschämet er den Pinsel des künstlichsten Mahlers? Aber er ist auch ein rührendes Bild unserer Verwandelung.“
Gotthelf Friedrich Oesfeld (1735-1801), „Betrachtungen über die Herrlichkeit Gottes im Gebürge – nebst einer Anweisung über die Heiligung unserer Spaziergänge“, 1767

Die Einrichtung wird vom Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. des Naturschutzbund Deutschland (NABU) betrieben und liegt idyllisch am Ortsrand von Affalter. Das Umfeld bietet sehr gute Möglichkeiten für Naturerlebnisse der verschiedensten Art und das Spektrum wurde in den letzten Jahren durch den NABU in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Westerzgebirge e.V. und der Stadt Lößnitz gezielt verbreitert, zum Beispiel durch den in Abschnitt 1 schon beschriebenen Themenweg „Von Äpfeln, Bienen, Hummeln und viel Natur(a). Der Obst- und Insekten-Erlebnispfad Affalter.“ Es gibt eine Vielzahl von Angeboten mit den Schwerpunkten: „Natur erfahren – (Wieder) Staunen lernen“, „Natur schmecken“, „Natur verträglich nutzen“.
Die Einrichtung bemüht sich, nicht nur reine Wissensvermittlung über Natur, Tiere und Pflanzen zu betreiben, sondern Möglichkeiten zu bieten, die Natur und die Wesen, die in ihr leben, zu bestaunen, sie lieben zu lernen, ihr Freund, Hüter und Beschützer zu werden, „Ehrfurcht vor dem Leben“ zu vermitteln, wie es Albert Schweitzer (1875-1965) einst so trefflich formuliert hat; also letztendlich einen emotionalen Bezug herzustellen, eine gefühlsmäßige Verbindung aufzubauen, die oft schwerer wiegt als ein Sack voll Wissen und länger nachwirkt als jede Zahl. Das mag sich zwar in der heutigen Zeit etwas fremd und pathetisch anhören, bleibt aber nichtsdestotrotz unabdingbar, denn wir brauchen einen neuen, eher partnerschaftlichen Umgang mit der Natur, wenn sie und wir eine Zukunft haben sollen.

Naaturherberge Affalter