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Themenwege

Der Waldlehrpfad Hundshübel
Vom Wald und dessen Bewohnern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Waldlehrpfad Hundshübel
Vom Wald und dessen Bewohnern

Wegweiser Waldpfad

„Weiß du, was ein Wald ist?
Ist ein Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz?
Oder ist er eine grüne Menschenfreude?“
Bertolt Brecht (1898-1956)

Der Wald nimmt gerade in Mittelgebirgen wie dem Erzgebirge einen beträchtlichen Anteil der Fläche ein und seine Bedeutung als Ökosystem wird in Zeiten des Klimawandels immer deutlicher. Aber der Wald schwächelt und das ist kein Wunder, denn mit den natürlichen Wäldern, wie sie von Haus aus hier stünden, haben viele unserer Wälder wenig zu tun. Trotz erheblicher Fortschritte beim Umbau in Richtung naturnäherer Mischwälder überwiegen noch stark die Fichten-Monokulturen mit ihrer Anfälligkeit für Sturm, Borkenkäfer und Trockenheit. Dass von Widerstandsfähigkeit nicht die Rede sein kann, werden Sie auch auf dem Weg entlang des vom Landschaftspflegverband Westerzgebirge konzipieretn Waldlehrpfades feststellen.

Waldlehrpfad

Foto: Karolin Prott

Er lädt Spaziergänger dazu ein, entlang eines 2 km langen Rundweges anhand von 7 Informationstafeln ihr Wissen über den Wald und seine tierischen Bewohner zu erweitern. Aber auch zur Bedeutung von Bäumen in Stadt und Dorf und zum Wandel in unserer Landschaft erfahren Sie etwas.
Eine Übersichtstafel befindet sich auf dem kleinen Parkplatz an der Talsperre. Von dort aus führt der Weg zwischen Talsperre und Wald entlang in das Unterdorf von Hundshübel.

Waldlehrpfad Tafeln

Auf den Lehrtafeln werden folgende Themen vorgestellt:

1) Der natürliche Lebenskreislauf eines Waldes Von der Sukzession zum Zerfall
2) Windwurf und Borkenkäfer Wirtschaftliche Katastrophe, ökologische Chance
3) Naturnaher Waldumbau Von Monokulturen zu Mischwäldern
4) Lebensraum Waldrand Die Bedeutung strukturreicher Waldsäume
5) Totes Holz voller Leben Die Bedeutung von Totholz für die Artenvielfalt
6) Landschaften im Wandel Dörfer und Kulturlandschaft früher und heute
7) Ein alter Baum Lebensraum auf vielen Etagen

Waldlehrpfad

Waldumbau, Foto: Karolin Prott

Waldlehrpfad

Totholz, Foto: Karolin Prott

Waldlehrpfad

Hundshübel 1956, Sammlung Karsten Kircheis

Baum

Alte Eiche im Dorf, Foto: Matthias Scheffler

Um den Fichtenwald, durch den Sie gehen, allmählich naturnäher zu machen, hat der Besitzer des Waldes, der Handschuhmacher Rico Wappler, zusammen mit Mitarbeitern vom Landschaftspflegeverband 100 Buchen, 50 Bergahorne und 50 Weißtannen unter die Fichten gepflanzt und verschiedene Straucharten eingebracht. Auf einer vom Borkenkäfer geschaffenen Freifläche wird auf Naturverjüngung gesetzt. Dort soll der Wald ohne menschliche Hilfe wieder nachwachsen, und dabei artenreicher und vielfältiger werden.



„In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man
jahrelang im Moos liegen könnte.“
Franz Kafka (1883-1924)

Aber der Wald besteht bekanntlich nicht nur aus Bäumen, sondern beherbergt ein reichhaltiges Tierleben und vielleicht haben Sie ja Glück und einer oder gar viele seiner Bewohner laufen, springen, kriechen oder fliegen Ihnen über den Weg. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei diesem kleinen Waldgang und "viel Spaß beim Vermehren der gewonnenen Einsichten" auf dem Waldlehrpfad Hundshübel.

„Weilen muss man im Wald – nicht eilen, horchen – nicht nur hören, schauen – nicht nur sehen, und bereit sein zu staunen.“
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Eichelhäher

Eichelhäher, Foto: Jan Gläßer

Reh

Reh, Foto: Jan Gläßer

Eichhörnchen

Eichhörnchen, Foto: Jan Gläßer